Warum die vollständige Genesung von Magersucht entscheidend für die Gesundheit des Gehirns ist

Anorexia nervosa (AN) ist eine Erkrankung, die durch Einschränkungen von Lebensmitteln definiert wird und häufig zu Mangelernährung führt. Unterernährung betrifft jedes System des Körpers, und das Gehirn entgeht den Auswirkungen der Unterernährung nur selten.

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Das Aachener Modell ist HoT!

Schon vor über 10 Jahren hat Frau Prof. Dr. Beate Herpertz-Dahlmann, die sich schon sehr lange mit dem Thema Magersucht beschäftigt, in einer Studie an ihrer Klinik in Aachen festgestellt, dass die Rückfallquote bei den Patienten, die statt stationärer Behandlung in der Tagesklinik behandelt wurden, deutlich geringer war. Frau Herpertz-Dahlmann ist Klinikleiterin der Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters an der Universitätsklinik RWTH Aachen.

2017 begann an der Universitätsklinik RWTH Aachen der Modellversuch "Home treatment bei adoleszenter Magersucht" (HoT), der sich unter anderem an FBT orientiert. Der Modellversuch wurde von einer Pilotstudie begleitet. Home Treatments sind in vielen Ländern eine stationsersetzende Alternative zur Behandlung psychisch erkrankter Kinder und Jugendlicher, bei denen die Indikation für eine stationäre Behandlung vorliegt.

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Kampf, Flucht, Erstarren - Akute Stressreaktion bei der Genesung von Anorexia nervosa

Der menschliche Körper hat sich entwickelt, um sich vor Gefahren zu schützen. Die akute Stressreaktion, auch bekannt als die "Kampf oder Flucht"-Reaktion, beschreibt die physiologische Reaktion des Körpers auf eine wahrgenommene Bedrohung. Als Reaktion auf akuten Stress oder Gefahr wird das sympathische Nervensystem des Körpers durch die plötzliche Ausschüttung von Hormonen aktiviert. Die Nebennieren wiederum schütten Hormone aus, darunter Adrenalin und Noradrenalin, die den Körper auf eine sofortige Aktion vorbereiten, um ein Raubtier abzuwehren ("Kampf") oder vor der Gefahr zu fliehen ("Flucht"). Die "Kampf oder Flucht"-Reaktion umfasst physiologische Symptome, die den Kampf oder die Flucht erleichtern sollen (z. B. schneller Herzschlag, erhöhter Blutdruck, erhöhter Sauerstofffluss zu den Hauptmuskeln, was oft zu Zittern oder Muskelverspannungen führt) sowie eine Veränderung des psychologischen Zustands in Verbindung mit der Wahrnehmung der Bedrohung (Angst, Panik, Aggression, gewalttätige Impulse).

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Pilotstudie zur Wirksamkeit von FBT an der Charité in Berlin

Letzte Woche hat ein 'Family meal' (basierend auf der manualisierten Therapieform FBT) in einer Klinik auf deutschem Boden stattgefunden. In Berlin Mitte. In der Charité - Universitätsmedizin Berlin. Ein großer Meilenstein! Es zeigt, dass in Deutschland sinnvolle und effektive Hilfe für junge Menschen mit einer Essstörung in greifbare Nähe rückt!

Im Rahmen eines klinischen Forschungsprojektes, einer Pilotstudie zur Machbarkeit und Wirksamkeit von FBT, erhalten 15 Familien aus Berlin und dem Umland die Möglichkeit, nach einem zweitägigen Kurzaufenthalt in der Pädiatrie für ein medizinisches assessment, ein Home Treatment unter professioneller Betreuung durchführen zu können. Die wenigen Plätze sind leider nur für Berliner Familien vorgesehen und es müssen eine Reihe von Einschlusskriterien erfüllt sein. Aber dass es diese Studie gibt, gibt Anlass zur Hoffnung!

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