Mit AN sprechen

Im Allgemeinen mag ich es nicht besonders, in Bezug auf eine furchtbare Krankheit wie Anorexia nervosa die verharmlosende Bezeichnung AN  zu verwenden, aber es hat sich bei vielen unserer Familien so eingebürgert. Vielleicht erleichtert ihnen dieser geläufige Ausdruck die Auseinandersetzung mit einer Krankheit, die das Leben ihres Kindes - und damit auch ihr eigenes - "gekidnappt" hat und die jedes Gespräch zu Hause dominiert.

Wir lehren die Eltern, die Krankheit zu "externalisieren", das heißt, ihr Kind von der Krankheit zu trennen, um den Eltern zu helfen, zu verstehen, dass ihr Kind sich diesen Zustand nicht ausgesucht hat. Die an Anorexia nervosa (AN) leidende Person ist nicht mehr daran schuld als ihre Eltern oder als eine Person, die Diabetes hat.

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Persönliche Erfahrungen einer Mutter aus Deutschland mit einer FBT Behandlung

Meine Tochter war fast 16 Jahre alt, als ich merkte, dass etwas nicht stimmte. Sie war nie ein dünnes Mädchen gewesen, aber nie übergewichtig, so gerade richtig würde ich sagen.

Sie aß etwas einseitig, gerne Mehlspeisen und Süßes und wenig Obst und Gemüse, aber sie war ein sehr gesundes Kind und nur sehr selten krank.

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Pilotstudie zur Wirksamkeit von FBT an der Charité in Berlin

Letzte Woche hat ein 'Family meal' (basierend auf der manualisierten Therapieform FBT) in einer Klinik auf deutschem Boden stattgefunden. In Berlin Mitte. In der Charité - Universitätsmedizin Berlin. Ein großer Meilenstein! Es zeigt, dass in Deutschland sinnvolle und effektive Hilfe für junge Menschen mit einer Essstörung in greifbare Nähe rückt!

Im Rahmen eines klinischen Forschungsprojektes, einer Pilotstudie zur Machbarkeit und Wirksamkeit von FBT, erhalten 15 Familien aus Berlin und dem Umland die Möglichkeit, nach einem zweitägigen Kurzaufenthalt in der Pädiatrie für ein medizinisches assessment, ein Home Treatment unter professioneller Betreuung durchführen zu können. Die wenigen Plätze sind leider nur für Berliner Familien vorgesehen und es müssen eine Reihe von Einschlusskriterien erfüllt sein. Aber dass es diese Studie gibt, gibt Anlass zur Hoffnung!

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